Sehenswürdigkeiten auf der schönen Insel Juist

Die Insel Juist liegt zwischen Borkum und Norderney und ist mit ihren 17 Kilometern Länge die längste Insel der Ostfriesischen Inseln. Mit Sehenswürdigkeiten geizt die Insel nicht, was den interessierten Urlauber besonders freut.

Bedeutende Bauwerke auf Juist

Das höchste Gebäude der Insel ist der Wasserturm. Mit seinen 13 Metern ist er das Wahrzeichen der Insel und steht darüber hinaus auf der höchsten Düne der Insel. Von der Nordsee aus ist der Wasserturm daher gut zu sehen. Der Wasserturm wurde 1927/1928 errichtet und spielt heute noch eine bedeutende Rolle in der Wasserversorgung Juists. Besonders im Sommer wird der durch Touristen anfallende erhöhte Wasserbedarf mit Hilfe des Wasserturms gedeckt. Die Einheimischen von Juist nennen ihr Wahrzeichen gerne auch "Doornkaatbuddel". Bei Doornkaat handelt es sich um eine Spirituosenmarke. Der Wasserturm ähnelt einer Schnapsflasche, weshalb der Spitzname seine Berechtigung gefunden hat. Zwar kann der Wasserturm nicht von innen besichtigt werden, allerdings ist er ein wunderbares Fotomotiv und die Lage ermöglicht einen tollen Ausblick auf die Umgebung.

Als weiteres bedeutendes Bauwerk muss der Leuchtturm Memmertfeuer genannt werden, der eher aus touristischen Gründen Anfang der 90er Jahre erbaut wurde. Zur Orientierung genügte den Schiffen die Leuchtfeuer der benachbarten Inseln Norderney und Borkum. Mittlerweile gilt aber auch der Leuchtturm als Wahrzeichen der Insel. In den Sommermonaten lohnt sich die Besteigung des Leuchtturms, der einen schönen Ausblick über die Insel gewährt.

Ein drittes Wahrzeichen ist die Juister Seebrücke mit dem etwa 17 Meter hohen Seezeichen, die erst im Sommer 2008 eingeweiht wurde. Das Seezeichen erinnert an eine im Wasser treibende Boje. Ein Spaziergang über die Brücke ist empfehlenswert, denn man ist dabei umgeben von Wasser und genießt einen herrlichen Blick auf die Nordsee, die Insel selbst und das Seezeichen. Ein Sportboothafen wurde durch die Errichtung der Brücke in die Tat umgesetzt. Juist ist ein beliebtes Urlaubsziel für Familien mit Kindern, Paare und auch Alleinreisende. Durch den Sportboothafen sind nun auch Segler animiert, die Insel zu besuchen.

Kultur auf Juist

Der Kulturbegeisterte findet auf Juist nicht nur sehenswerte Bauwerke, sondern auch Museen und Ausstellungen. Als erstes ist hier das Nationalparkhaus auf Juist zu nennen. Nationalparkhäuser gibt es auf zahlreichen Inseln und Orten im Niedersächsischen Wattenmeer, so auch auf Juist. Hier erfahren interessierte Besucher viel über die faszinierende Natur des Wattenmeers in der Nordsee. Zahlreiche Tier- und Pflanzenarten sind hier beheimatet. Aus diesem Grund wird das Wattenmeergebiet streng geschützt. Eine interaktive Ausstellung stellt die Lebensräume innerhalb des Wattenmeers dar, wozu auch Dünen, Salzwiesen und eben auch die Nordsee gehören. Das Programm ist abwechselungsreich und bietet Führungen, Vorträge zu diversen Themen sowie die Teilnahme an geführten Wattwanderungen.

Wer sich für die Geschichte Juists interessiert, findet alles zu Geologie, Geschichte, Biologie, Wirtschaft und Seefahrt im Küstenmuseum. Auf über 500 Quadratmeter Fläche wird dem Besucher ein informativer und abwechslungsreicher Überblick über die Insel geboten.

Darüber hinaus gibt es viele Naturschönheiten auf Juist, wie zum Beispiel der Kalfamer. Es handelt sich um das jüngste Gebiet Juists. Hier entstehen neue Dünen auf ganz natürliche Weise und lassen dabei die Insel wachsen. Ebenfalls ein Besuch wert ist das Billriff mit dem Billwäldchen und die Haakdünen. Bei Ebbe verschmelzen die großen Sandbänke des Riffs zu einer großen Sandfläche, die dann einer großen Sandwüste gleicht. Sehenswert ist zudem der Hammersee. Bei einem gemütlichen Spaziergang rund um den See genießt man ein einzigartiges Biotop mit vielen Tier- und Pflanzenarten. Ein Urlaub auf Juist lohnt sich auf vielerlei Art und Weise. Die Insel ist vielfältig und abwechselungsreich.